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Szene - Der Entschluss
Atmosphäre
Nachdem das mit baron Bello nun geklärt ist, beschließt Ihr, noch einmal nach Kuschel zu sehen. Als ihr im Wald ankommt, ist die Sonne bereits am Untergehen und eine friedliche Stille erfüllt die Luft. Nur das leise Rascheln der Blätter und das ferne Zwitschern der Vögel sind zu hören.
Die Kätzchen finden Kuschel nicht in seinem Baum, sondern am Boden – er sitzt auf einem umgestürzten Ast, den Kopf gesenkt, und knabbert halbherzig an einer Nuss. Sein Fell wirkt strubbelig, und seine Augen sind rot, als hätte er geweint. Als er die Kätzchen bemerkt, zuckt er zusammen, doch diesmal flüchtet er nicht. Stattdessen presst er die Nuss fest in seinen Pfoten, als wäre sie das Letzte, was ihm gehört.
Handlungsoptionen der Kätzchen:
1. Freundlich nachfragen (wenn vorher neutral/freundlich)
3-5er Probe auf süß
Das sanftmütigste Kätzchen setzt sich neben Kuschel und stupst ihn vorsichtig an. „Kuschel … was ist los?“ Kuschel zögert, doch dann bricht es aus ihm heraus:
„Ich … ich hab’ niemanden.“ Seine Stimme ist nur ein Flüstern. „Meine Familie … die ist weg. Als ich klein war. Ich hab’ sie nie wiedergefunden. Mir war soo kalt.“ Er schaut auf seine Pfoten. „Als ich schon alle Hoffnung aufgegeben hatte, haben Menschen mich gerettet. Mich warmgehalten. Mir Essen und Trinken gegeben. Aber dann … dann haben sie mich hier ausgelassen.“ Er hält inne um sich zu sammeln “Und ich wusste nicht, wie man überlebt. Ich wusste nicht, wo ich hin soll.“ Er beißt sich auf die Lippe. „Deshalb … klau’ ich. Weil ich Hunger habe. Und weil ich Angst habe, dass ich wieder allein bin.“ Kuschel sieht euch mit großen Augen an. Ihr glaubt gleichzeitig Misstrauen und auch Hoffnung in seinem Gesicht zu erkennen.
→ Option für die Kätzchen:
Helfen anbieten: „Wir bringen dir bei, wie man Essen findet ohne es anderen wegzunehmen! Und wir passen auf dich auf!“
Kuschel’s Augen leuchten. „Wirklich?“ – “Ja, natürlich. Und wir fangen gleich morgen damit an.” meint [eine Katze].
2. Kuschel’ Geschichte erfahren (wenn vorher negativ)
Kuschel faucht die Kätzchen an, als sie sich nähern. „Verschwindet!“ Doch dann – ein Geräusch. Der freundliche Dachs Bodo kommt aus einem Gebüsch geraschelt und hat ein paar Beeren in der Hand. Er grüßt die Kätzchen und mustert Kuschel besorgt. „Ah. Wieder Streit, hm?“ Er seufzt. „Kuschel … ich hab’ dir doch gesagt, du sollst fragen, nicht klauen.“ Er hält Kuschel Kuschel senkt den Kopf und zögert… doch dann schnappt er sich die Beeren, flitzt auf den Baum rauf und verschlingt die Beeren hastig.
Bodo wendet sich den Kätzchen zu: „Er hat’s nicht leicht gehabt. Seine Familie ist fort. Und die Menschen, die ihn gerettet haben … die wussten nicht, wie man ein Eichhörnchen richtig aufzieht. Er wurde irgendwann ausgewildert, doch er kann noch nicht für sich alleine sorgen.“
Er sieht mit sanftmütigen Augen zu Kuschel in den Baum. „Aber er lernt. Langsam.“
→ Option für die Kätzchen:
Nachfragen: „Was können wir tun?“ – Bodo lächelt. „Helfen. Ihm zeigen, dass er nicht allein ist.“
Endtext
Die Kätzchen schleichen sich müde, aber stolz durch die Gartentür, während über ihnen die ersten Sterne am Himmel funkeln. Die Straße ist wieder aufgeräumt, die Mülltonnen stehen ordentlich an ihrem Platz, und die Luft riecht nach frisch gemähtem Gras und dem letzten Hauch von Sommer. Die Menschen haben das Chaos beseitigt, ohne zu ahnen, wer wirklich dahintersteckte – und das ist auch gut so.
Alles ist friedlich.
Die Kätzchen verabschieden sich im warmen Licht der Veranda voneinander, während drinnen die letzten Lichter ausgehen. Die meisten Menschen schlafen längst, und selbst Baron Bello schnarcht leise in seiner Hütte.
Heute Nacht ist erstmal alles still und die müden Kätzchen dürfen sich endlich in ihre Lieblingsplätzen im Haus kuscheln und ausruhen.
Doch eines ist gewiss: Zwischen den Gärten und den alten Bäumen, dem Wald und auch in der kleinen Stadt gibt es immer etwas spanndendes zu entdecken. Und wer weiß – vielleicht wartet schon morgen ein neues Rätsel, ein neuer Dieb oder ein magisches Missverständnis darauf, gelöst zu werden.
